Institut für Statistik
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Master-Studiengang Statistik

Akademischer Grad: Master of Science (M.Sc.).
Beginn: zum Wintersemester und zum Sommersemester

Für Studierende mit einem Abschluss in Statistik oder einem nah verwandten Fach mit starker statistischer Ausrichtung (mind. 6-semestriges Studium) (konsekutives Masterprogramm, auf dem Bachelor für Statistik aufbauend).

Grundidee des Studiums

Im Master-Studiengang Statistik werden die wissenschaftlichen Grundkonzepte und Methoden der Statistik als Grundlage zur verantwortungsvollen Datenanalyse vertieft und erweitert. Das absolvierte Studium befähigt aufgrund seiner stark forschungsorientierten Ausrichtung zur Weiterentwicklung und Neukonzipierung geeigneter statistischer Methoden auch in sehr komplexen Anwendungssituationen. Die im Bachelor-Studiengang erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse werden weiter vertieft und ausgebaut, wobei ein deutlicherer Schwerpunkt auf das eigenständige, forschungsbezogene Arbeiten gesetzt wird. Die Ausbildung befähigt einerseits zum methodischen Arbeiten an statistischen Verfahren, insbesondere das "Statistische Consulting" bereitet aber auch auf das interdisziplinäre Arbeiten mit Anwendern aus verschiedensten Bereichen vor.

Studienverlauf

In den ersten Semestern werden die tiefgreifenderen mathematischen Grundlagen und formellen Prinzipen der statistischen Methodik behandelt, die theoretischen Grundlagen für das Verständnis weiterführender Methoden gelegt und die diesen Methoden zugrunde liegenden Konzepte verdeutlicht. Danach können ergänzend eigene Schwerpunkte in einer breiten Auswahl von vertiefenden Vorlesungen aus den verschiedenen Anwendungsbereichen und Gebieten der statistischen Methodologie gesetzt werden, wobei insbesondere in den zugehörigen Übungen die Kompetenz in der Programmierung erweitert wird. Mögliche Schwerpunkte liegen etwa in der allgemeinen Methodologie, der computerintensiven Statistik, den Lebenswissenschaften oder der Wirtschafts- und Sozialstatistik. Im Statistischen Consulting können weitere praktische Erfahrungen bei der Durchführung eines großen Projekts in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern des Instituts gesammelt werden. Dabei wird auch die interdisziplinäre Kommunikation mit den Projektpartnern geübt, die nötig ist, um die konkreten inhaltlichen Fragestellungen des Kooperationspartners in Fragen zu übertragen, die auf Basis vorhandener Daten mit Hilfe anspruchsvoller Methoden der Statistik beantwortet werden können. Kooperation des Instituts für Statistik bestehen beispielsweise zum GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, dem Max-Plack-Institut für Psychiatrie, dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung, aber auch mit Banken, Versicherungen und Instituten der Umfrageforschung. Im Master-Seminar werden aktuelle Forschungsthemen aus der theoretischen und praktischen Statistik behandelt, bevor in der Masterarbeit eine eigene statistische Forschungsarbeit durchgeführt wird, deren Thema sowohl der aktuellen universitären Forschung als auch einer Kooperation mit Forschungsinstitutionen oder der Wirtschaft entstammen kann.

Studienplan (14 KByte): Beginn Wintersemester
Studienplan (14 KByte): Beginn Sommersemester

Allgemeine Schlüsselqualifikationen

Der Studiengang zielt darauf ab, zur eigenständigen wissenschaftlich fundierten Entwicklung und Anwendung leistungsfähiger und problemgerichteter statistischer Methoden zu befähigen. Wesentliche Grundbausteine dafür sind einerseits die Weiterentwicklung theoretisch-analytischer Fähigkeiten und die Vertiefung der mathematisch-formalen Ausbildung, andererseits aber die praktische und interdisziplinäre Orientierung mit ausgeprägter Kooperationsfähigkeit. Diese Ziele werden erreicht durch eine forschungsorientierte Ausbildung mit umfangreicher Projektarbeit im statistischen Consulting, den Seminaren und fortgeschrittenen Übungen. Die Projektarbeit fördert zudem die sogenannten Soft Skills, da die intensive Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern anderer Ausrichtung oder Anwendern soziale Kompetenz reifen lässt und die kommunikativen Fähigkeiten entwickelt. Die mit der Projektarbeit verbundene Aufbereitung der Problemstellungen und die schriftliche wie auch mündliche Präsentation bereiten auf die konkrete, oft interdisziplinäre Tätigkeit im späteren Beruf vor. Weitere Fähigkeiten, die vertieft werden, sind der kompetente Umgang mit (meist englischsprachiger) Fachliteratur, die zugehörige Literaturrecherche, die Beherrschung von Software und weit reichende Programmierkenntnisse. Mit der forschungsorientierten Ausbildung wird auch insbesondere auf eine spätere Tätigkeit im Forschungsumfeld bzw. auf eine Promotion in Statistik vorbereitet. Die meisten Absolventen arbeiten in inner- oder außeruniversitären Forschungsabteilungen verschiedenster Betriebe, beispielsweise in Banken, Versicherungen und Pharmafirmen.

Beschäftigungsfelder

Unsere Absolventen finden problemlos eine Tätigkeit in den verschiedensten Bereichen, in denen Datenanalyse unverzichtbar ist:

  • Banken und Versicherungen
  • Pharmazeutische Industrie, Biometrische Forschungsinstitute
  • Meinungsforschungsinstitute und Wirtschaftsforschungsinstitute
  • Unternehmungsberatungen
  • Forschungsinstitutionen, inklusive Universitäten.

In der Industrie und Wissenschaft sind Statistiker meist in Forschungsabteilungen tätig, wo sie - gerade in Banken, Versicherungen und Unternehmensberatungen - zunehmend Wirtschafts- wissenschaftler und Mathematiker ersetzen. Die regelmäßigen Nachfragen nach Absolventen und die Kontakte zu früheren Absolventen zeigen, dass der Bedarf nach wie vor sehr hoch ist.

Aktuelle Stellenangebote finden Sie hier.

Das Institut unterstützt Studierende auch bei der Planung und Durchführung eines Auslandssemesters und fördert ihre internationale Orientierung.